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14 Dezember 2015

Ein neuer Start in die Woche, ein persönlicher Neustart und ein Rezept für Mango Ananas Konfitüre

Lang ist’s her. Viel hat sich geändert. Und wie sollte es auch anders sein, gibt’s heute mal wieder eine Geschichte aus dem Leben 2.0. Ja, richtig gehört – kein Schreibfehler. Denn 1.0 war für längere Zeit ziemlich „out of order“. Warum auch immer. Kennt ihr das? Man blickt auf einen Lebensabschnitt zurück und denkt sich: Was zur Hölle…? Klick hat’s bei mir irgendwie gemacht als es, wie das Leben so spielt, zu spät war. Oder genau richtig, im Nachhinein betrachtet. Das Fräulein war nämlich in die Endlosschleife der tollen Society da draußen geraten – und zwar ganz à la „du musst jedem immer alles Recht machen“. Nö. Hab ich jetzt endlich auch verstanden. Wobei ich dazu sagen muss, dass der endgültige Groschen gefallen ist, als ich in meiner neuen Wohnung saß und „Eat, Pray, Love“ geguckt habe. Nach einer halben Packung Chips, einer Tafel Schokolade und einem bisschen Rumgeheule wie unglaublich toll und pädagogisch wertvoll dieser Film ist, der direkt schon am Anfang mit viel Weisheit um sich schmeißt (Ein Kind ist wie ein Tattoo im Gesicht - das sollte man sich zwei Mal überlegen!) und natürlich mit Happy End ausgeht, war es dann so weit. Aufgerafft, Wohnung geputzt, fast ne Stunde Laufen gegangen, Koffer gepackt und auch mal zwei Wochen von allem abgehauen. Funktioniert. Echt jetzt. Und nun, nun ist wieder alles 1.0. So richtig. Authentisch und ich. Und auch, wenn das Hafenmädchen zum Bodenseekind und jetzt zum Kölsche Mädsche geworden ist – eines ist geblieben. Die Liebe zum Essen.



Winterliche Mango Ananas Konfitüre (für 2 Gläser):

1 Mango (260 g Fruchtfleisch)
250 ml Ananassaft (z.B. von Happy Day)
260 g Gelierzucker 2:1
¼ TL Zimt
¼ TL Kardamom
ausgekratztes Mark ½ Vanilleschote

Das Fruchtfleisch der Mango würfeln. Alle Zutaten in einer mittelgroßen Topf geben und aufkochen lassen. In der Zwischenzeit zwei Gläser à 250 ml mit aufgekochtem Wasser abbrühen, um sie zu sterilisieren. Die Konfitüre so lange im Topf kochen lassen, bis ich der Schaum zurückbildet. Mit Hilfe einer Schöpfkelle, die Konfitüre in die vorbereiteten Gläser füllen, sofort den Deckel aufschrauben und fünf Minuten umgedreht stehen lassen. Danach richtig herum stellen und abkühlen lassen.



Liebst,
MissFredaSofie 

18 Dezember 2014

Süßer Fruchtaufstrich oder pikante Sauce. Pikanter Fruchtaufstrich oder süße Sauce. Bühne frei für Gebrüder Rudolf!

Heute rede ich mal gar nicht lange um den heißen Brei herum. Und das meine ich jetzt auch gar nicht metaphorisch, sondern der heiße Brei, den ich euch heute präsentiere, ist super lecker und auch noch total wandelbar. Denn hier macht ihr rucki-zucki aus eins zwei und habt ganz fix für eure Besten ein leckeres Weihnachtsgeschenk. Das ursprüngliche Rezept, das aus der leckersten Zeitschrift stammt, die wir alle kennen, habe ich ein wenig abgeändert und finde es jetzt noch fruchtiger, schärfer, leckerer, weihnachtlicher…Probiert es einfach selbst aus!



Zutaten (4 Gläser à 300 ml):

250 ml Orangensaft, frisch gespresst
600 g Cranberrys (frisch oder TK)
300 g Himbeeren (frisch oder TK)
500 g Gelierzucker (2:1)
1 Vanilleschote
½ TL Zimt
20 g Ingwer
1 rote Peperoni
½ TL Salz

Den Saft auf etwa die Hälfte einkochen, abkühlen lassen. Frische Cranberrys waschen, abtropfen lassen (gefrorene antauen lassen, Himbeeren antauen lassen) und mit einem scharfen Messer grob hacken. Mit Zucker, Himbeeren und Saft in einem Topf mischen. Vanilleschote der Länge nach aufschneiden und mit der stumpfen Seite des Messers das Mark herauskratzen. Den Ingwer schälen und sehr fein hacken. Peperoni putzen, längs halbieren und entkernen, anschließend fein hacken. Die Cranberry-Saft Mischung unter Rühren aufkochen lassen. Etwa 4 Minuten unter ständigem Rühren sprudelnd weiterkochen. Die Masse auf zwei Töpfe aufteilen. In die eine Hälfte das Vanillemark und Zimt einrühren, die Vanilleschote für 5 Minuten mitkochen lassen. In heiß ausgespülte Gläser füllen. In die andere Hälfte Ingwer, Peperoni und Salz einrühren, ebenso 5 Minuten weiterkochen lassen und dann in Gläser füllen, fest verschließen und auskühlen lassen.

! Der süße Aufstrich schmeckt besonders gut auf frischen Brötchen. Den pikanten Aufstrich kann man ebenfalls als Aufstrich mit etwas Pepp verwenden, oder auch als leckere Soße zu Wild, Geflügel und gebackenem Käse.




Und egal, ob ihr nun auf süß oder wild steht, die Aufstriche sind auf jeden Fall umwerfend lecker und ein Geschmackserlebnis für jeden Tisch! 

Liebst,
MissFredaSofie♡ 

03 Dezember 2014

Perfekt für's Adventsfrühstück: Buttrig warme Croissants und süße Orangenmarmelade mit Ingwer

Dass ich teilweise genauso weihnachtsvorfreudig bin wie der Grinch, hatte ich ja glaube ich schon mal erwähnt. Der Fakt, dass ich in einem Restaurant arbeite, in dem schon ab Mitte November die Gänse-Klöße-Rotkohl Schlacht anfängt, macht diese Situation nicht gerade besser. Witzig anzusehen ist es aber. Kaum hat die Saison begonnen, stürmen die Leute wie auf Kommando in Scharen herein, um sich die gebratenen Vögel einzuverleiben. Selbst, wenn man sich das komplette Jahr nicht gesehen, geschweige denn miteinander gesprochen hat, wird die komplette Verwandtschaft zusammengetrommelt, um gemeinsam an einem Tisch zu sitzen. Verrückt ist das. 


Letzte Woche hatten wir wieder einen sozialen Ausnahmezustand: Kennt hier jemand die Flodders? An alle, die es kennen: Ja, so war diese Familie. Und zwar genau so. An alle, die diese Familie nicht kennen: Entweder googlen oder froh sein, dass ihr sie nicht kennt, wobei die Bekanntschaft mit diesen Gästen meinen Tag etwas belustigte. Theoretisch hätte ich sie beim Verlassen des Raumes unvermittelt fragen sollen, ob sie die Rechnung für die Innenreinigung direkt bar bezahlen möchten, oder ob das in ihrem überschwänglichen Trinkgeld von 5€ mit inbegriffen sei. 


Hab ich aber nicht gemacht. Wäre wohl sozial unerwünscht gewesen. Stattdessen hab ich meine Gute Laune in eine herrlich weihnachtliche Marmelade umgesetzt, die ziemlich fruchtig nach Orange duftet und leicht scharf nach Ingwer schmeckt. Perfekt also, um sie sich auf’s morgendliche Brot zu streichen. Oder auf diese buttrigen, warmen Croissants. 


Für 8-10 Buttercroissants*:

250 g Mehl
½ Würfel Hefe (20 g)
2 TL Zucker
150 ml lauwarme Milch
125 g gesalzene Butter

Mehl in eine Schüssel geben, eine Mulde eindrücken und die Hefe hinein bröckeln. Mit Zucker und Milch anrühren, 15 Minuten gehen lassen. 25 g Butter in kleinen Flöckchen zugeben und alles zu einem weichen Teig verkneten. Zugedeckt an einem warmen Ort 1 ½ Std. gehen lassen. Den Teig gut durchkneten und zugedeckt für 2 Stunden kalt stellen.
Den gekühlten Teig auf wenig Mehl zu einem 1 cm dicken Quadrat ausrollen. Die restliche Butter in Scheiben schneiden und in der Mitte des Teiges auslegen. Die Teigecken zur Mitte hin falten, sodass sich die Teigspitzen gerade treffen. Etwas ausrollen, dann erneut die Ecken zur Mitte falten. Teig in Folie wickeln und für 1 Stunde kalt stellen. Danach erneut ausrollen und wie beschrieben falten. Nochmals für eine Stunde kalt stellen.

Den Backofen auf 180°C Umluft vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier belegen. Den Teig 1 cm dünn ausrollen und in längliche Dreiecke schneiden. Diese von der schmalen Seite her aufrollen und zu Hörnchen biegen. Mit Abstand auf das Blech setzen und im Backofen 10 Minuten backen. Die Temperatur auf 160°C zurückschalten und die Croissants in weiteren 10 Minuten goldbraun backen.


süße Orangenmarmelade mit Ingwer (
5-6 Gläser à 250 ml):

750 ml Orangensaft, frisch gepresst
Saft einer Zitrone
abgeriebene Schale einer Orange
20 g kandierter Ingwer
¼ TL Zimt
¼ TL Kardamom
¼ TL Piment
¼ TL Sternanis
500 g Gelierzucker (2:1)


Den Ingwer in einer Küchenmaschine sehr fein zerkleinern. Den Orangensaft zusammen mit dem Zitronensaft in einen Topf geben und aufkochen lassen. Den Ingwer, Orangenschale und die Gewürze hinzugeben. Für 5 Minuten köcheln lassen, dann den Gelierzucker unterrühren. Masse für 10 Minuten unter ständigem Rühren sprudelnd kochen lassen. In Gläser heiß ausgespülte Gläser füllen und sofort fest verschließen.


! Die Marmelade eignet sich auch toll zum Einstreichen von Gans oder Ente, sowie als Saucenbasis zu Sauce a l’orange. Ach ja: Und als Mitbringsel für das nächste Adventsfrühstück.


Ich wünsch euch einen feinen Mittwoch Nachmittag.

Liebst,
MissFredaSofie♡




*Rezept von Küchengötter

08 Juli 2014

Über Unwiderstehlichkeit, den Abschluss von der Schule und sagenhaft leckeren Ciabattabrötchen mit Erdbeer-Rhabarbermarmelade

„Heute Abend musst du unwiderstehlich aussehen!“. Oh nein. Das klingt nach Zeitaufwand, Erniedrigung und Schmerz. Wegen meines Abiturballs ergab sich für meine Mutter die perfekte Gelegenheit, an meiner doch sehr widerspenstigen blonden Mähne herumzuarbeiten. Eines muss man ihr lassen: Das kann sie wirklich ausgesprochen gut. Ich bin leider nicht so ein begabtes Accessoire-Mädchen. Ich liebe meine Kleidung und dazugehörige Schuhe, wenn die Tasche dazu passt, habe ich auch nichts dagegen einzuwenden. Aber Bling und passender Nagellack? Nicht wirklich. Also bleibt es im Großen und Ganzen beim Causal-Look, mit ein paar All-Stars, hier und da einem Elch oder einer Pusteblume und etwas Nude-Nagellack. Da simple Dinge sowieso eher meine Welt sind, mag ich es auch beim Frühstück eher dezent und nicht allzu ausgeprägt. Heute gibt es zu diesem Thema dann direkt gleich zwei Rezepte zum Ausprobieren, die ganz fix zubereitet sind und unglaublich lecker schmecken.


Den Anfang machen heute diese super fluffigen Ciabattabrötchen, die einem frisch gebacken ein kleines Lächeln auf’s Gesicht zaubern. Da kann auch der größte Morgenmuffel nicht mehr im Bett bleiben… 

Für etwa 6-8 Brötchen:

½ Würfel frische Hefe
150 ml warmes Wasser
1 TL Zucker
1 TL Salz
2 EL Olivenöl
300 g Mehl

Den Backofen auf 200° Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Hefe mit dem Salz, Zucker und Olivenöl in dem warmen Wasser auflösen. Das Mehl hinzugeben und das Ganze gründlich zu einem geschmeidigen Teig verkneten. An einem warmen Ort 45 Minuten ruhen lassen. Die Arbeitsfläche mit Mehl bestäuben, den Teig ohne Kneten zu kleinen Ciabattabrötchen formen und auf ein Backblech setzen. Mit einem Küchenhandtuch abgedeckt 20 Minuten aufgehen lassen. Zum Schluss die Ciabatta dünn mit Mehl bestäuben und im Backofen 20-25 Minuten backen.



Wer sich danach noch etwas mehr austoben und sich gern einen leckeren Fruchtaufstrich zaubern möchte, für den habe ich jetzt noch ein Rezept für eine fruchtig-leckere Erdbeer-Rhabarbermarmelade. 

Ihr braucht:

400 g Rhabarber
1260 g Erdbeeren
2 EL Zitronensaft, frisch gepresst
250 g Erdbeergelierzucker, 2:1
500 g Gelierzucker, 2:1
10 g Agar Agar
100 ml Wasser

Den Rhabarber und die Erdbeeren waschen und putzen. Den Rhabarber schälen, die Erdbeeren vom Grün befreien und beide Früchte in kleine Würfel schneiden. Mit den übrigen Zutaten in einen großen Topf geben und aufkochen lassen, sodass sich Schaum bildet. Gelegentlich umrühren. Wenn der Schaum zurückgeht, die Mischung mit einem Pürierstab fein pürieren und durch ein Sieb streichen. Danach sofort in sterile Schraubgläser füllen, diese gut verschließen und abkühlen lassen.



Ich wünsch' euch einen schönen Start in den tag und einen tollen Dienstag!

Liebe Grüße, 
MissFredaSofie♡