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03 Dezember 2014

Perfekt für's Adventsfrühstück: Buttrig warme Croissants und süße Orangenmarmelade mit Ingwer

Dass ich teilweise genauso weihnachtsvorfreudig bin wie der Grinch, hatte ich ja glaube ich schon mal erwähnt. Der Fakt, dass ich in einem Restaurant arbeite, in dem schon ab Mitte November die Gänse-Klöße-Rotkohl Schlacht anfängt, macht diese Situation nicht gerade besser. Witzig anzusehen ist es aber. Kaum hat die Saison begonnen, stürmen die Leute wie auf Kommando in Scharen herein, um sich die gebratenen Vögel einzuverleiben. Selbst, wenn man sich das komplette Jahr nicht gesehen, geschweige denn miteinander gesprochen hat, wird die komplette Verwandtschaft zusammengetrommelt, um gemeinsam an einem Tisch zu sitzen. Verrückt ist das. 


Letzte Woche hatten wir wieder einen sozialen Ausnahmezustand: Kennt hier jemand die Flodders? An alle, die es kennen: Ja, so war diese Familie. Und zwar genau so. An alle, die diese Familie nicht kennen: Entweder googlen oder froh sein, dass ihr sie nicht kennt, wobei die Bekanntschaft mit diesen Gästen meinen Tag etwas belustigte. Theoretisch hätte ich sie beim Verlassen des Raumes unvermittelt fragen sollen, ob sie die Rechnung für die Innenreinigung direkt bar bezahlen möchten, oder ob das in ihrem überschwänglichen Trinkgeld von 5€ mit inbegriffen sei. 


Hab ich aber nicht gemacht. Wäre wohl sozial unerwünscht gewesen. Stattdessen hab ich meine Gute Laune in eine herrlich weihnachtliche Marmelade umgesetzt, die ziemlich fruchtig nach Orange duftet und leicht scharf nach Ingwer schmeckt. Perfekt also, um sie sich auf’s morgendliche Brot zu streichen. Oder auf diese buttrigen, warmen Croissants. 


Für 8-10 Buttercroissants*:

250 g Mehl
½ Würfel Hefe (20 g)
2 TL Zucker
150 ml lauwarme Milch
125 g gesalzene Butter

Mehl in eine Schüssel geben, eine Mulde eindrücken und die Hefe hinein bröckeln. Mit Zucker und Milch anrühren, 15 Minuten gehen lassen. 25 g Butter in kleinen Flöckchen zugeben und alles zu einem weichen Teig verkneten. Zugedeckt an einem warmen Ort 1 ½ Std. gehen lassen. Den Teig gut durchkneten und zugedeckt für 2 Stunden kalt stellen.
Den gekühlten Teig auf wenig Mehl zu einem 1 cm dicken Quadrat ausrollen. Die restliche Butter in Scheiben schneiden und in der Mitte des Teiges auslegen. Die Teigecken zur Mitte hin falten, sodass sich die Teigspitzen gerade treffen. Etwas ausrollen, dann erneut die Ecken zur Mitte falten. Teig in Folie wickeln und für 1 Stunde kalt stellen. Danach erneut ausrollen und wie beschrieben falten. Nochmals für eine Stunde kalt stellen.

Den Backofen auf 180°C Umluft vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier belegen. Den Teig 1 cm dünn ausrollen und in längliche Dreiecke schneiden. Diese von der schmalen Seite her aufrollen und zu Hörnchen biegen. Mit Abstand auf das Blech setzen und im Backofen 10 Minuten backen. Die Temperatur auf 160°C zurückschalten und die Croissants in weiteren 10 Minuten goldbraun backen.


süße Orangenmarmelade mit Ingwer (
5-6 Gläser à 250 ml):

750 ml Orangensaft, frisch gepresst
Saft einer Zitrone
abgeriebene Schale einer Orange
20 g kandierter Ingwer
¼ TL Zimt
¼ TL Kardamom
¼ TL Piment
¼ TL Sternanis
500 g Gelierzucker (2:1)


Den Ingwer in einer Küchenmaschine sehr fein zerkleinern. Den Orangensaft zusammen mit dem Zitronensaft in einen Topf geben und aufkochen lassen. Den Ingwer, Orangenschale und die Gewürze hinzugeben. Für 5 Minuten köcheln lassen, dann den Gelierzucker unterrühren. Masse für 10 Minuten unter ständigem Rühren sprudelnd kochen lassen. In Gläser heiß ausgespülte Gläser füllen und sofort fest verschließen.


! Die Marmelade eignet sich auch toll zum Einstreichen von Gans oder Ente, sowie als Saucenbasis zu Sauce a l’orange. Ach ja: Und als Mitbringsel für das nächste Adventsfrühstück.


Ich wünsch euch einen feinen Mittwoch Nachmittag.

Liebst,
MissFredaSofie♡




*Rezept von Küchengötter

26 November 2014

Hach, die Schweden mal wieder! Heute: Original schwedischer Glögg und Kanelbullar

Manchmal, an so grauen vorwinterlichen Tagen wie heute, wäre ich gern ganz weit weg in Schweden. Die Verbundenheit für Schweden hab ich definitiv von meinem Vater, der mir schon als kleines Kind von Pippi Långstrump, älg und Co erzählte. Zugegeben, Pippi Langstrumpf ist nichts Neues und die gibt es hier in Deutschland auch, aber als ich als kleiner Stöpsel mit Holzclogs, Leggins und einer überdemensional großen Lakritzpfeife durchs Langstrumpf-Dorf in Schweden marschierte, kam ich mir schon ziemlich einheimisch vor. Dazu noch blaue Auge und meine hellblonden Haare zu Zöpfen geflochten… - komm mehr Pseudo-Schwede geht nicht, oder? Aber auch die schöne Deko, die rot-weißen Häuschen und vor allem das Essen haben es mir angetan. Deshalb gibt’s heute, passend zur nahenden Winterzeit, einen kompletten Post mit schwedischem Glögg und Kanelbullar - nach schwedischen Rezepten, naturlig. Smaklig måltid!




(für circa 8 Portionen Glögg):

1l Rotwein
80ml Rum (oder Weinbrand)
100 g Zucker
1 Zimtstange
20 g frischen Ingwer
2 TL Kardamom Pulver
6 Gewürznelken
100 g Rosinen (optional)
50g geschälte Mandelstifte
eine große, unbehandelte Orange

Den frischen Ingwer in Scheiben schneiden. In einen Topf Rotwein mit Rum, Zucker, der Zimtstange und dem Kardamom-Pulver, dem frischen Ingwer und den Gewürznelken vermischen und zugedeckt bei kleiner Hitze langsam erwärmen, bis der Wein fast kocht. Vom Herd nehmen und am besten über Nacht (ansonsten 5-6 Stunden) ziehen lassen. Die Gewürze anschließend mit einer Schöpfkelle herausnehmen. Vor dem Servieren die Orange in Scheiben schneiden, mit den Rosinen und den Mandelstiften zum Glögg dazugeben und ihn zugedeckt bei kleiner Hitze für etwa 20 Minuten ziehen lassen. Den Glögg noch heiß in Bechern servieren.





Für 15-20 Kanelbullar:

Für den Teig:
445 g Mehl
1/4 TL Salz
70 g brauner Zucker
25 g frische Hefe
250 ml Milch
80 g Butter

Für die Füllung:
80 g zimmerwarme Butter
5 EL brauner Zucker
3 EL Zimt

Zum Bestreuen:
Hagelzucker

Die Butter in einem kleinen Topf erhitzen, bis sie geschmolzen ist. Die Milch dazugeben und die Mischung auf etwa 37°C (Fingertemperatur) erwärmen. Die Mischung darf nicht zu heiß werden oder kochen, da die Kanelbullar später nicht richtig aufgehen und trocken werden.
Mehl mit Salz und Zucker vermischen und eine Mulde in die Mitte formen. Hefe zerbröseln und hinein geben, dann langsam die Milch-Butter Mischung darauf füllen. Alles zu einem glatten, geschmeidigen Teig verkneten. Wenn der Teig zu weich sein sollte, einfach noch ein wenig Mehl hinzugeben. Den Teig in eine Schüssel geben und an einem warmen Ort 90 Minuten gehen lassen. 
In der Zwischenzeit kannst du die Füllung vorbereiten. Dafür einfach die Butter mit dem Zucker und dem Zimt in einer kleinen Schale gut vermischen, bis eine glatte, braune Creme entsteht (am besten geht das mit einer Gabel).
Wenn die 90 Minuten um sind, den Teig aus der Schüssel nehmen, nochmals kräftig durchkneten und zu einem etwa 40 x 30 cm großem Rechteck ausrollen. Die Butter-Zimt Füllung mit einem Löffel oder Backpinsel dick auf dem Teig verteilen. Den Teig von der langen Seite her aufrollen und in 3-4 cm dicke Streifen schneiden. Die Kanelbullar mit etwas Abstand auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech setzten, mit einem Küchentuch abdecken und für weitere 45 Minuten ruhen lassen. 
Nach etwa 25 Minuten den Backofen auf 180°C Umluft vorheizen. Den Hagelzucker über die Kanelbullar streuen und im heißen Ofen 10-13 Minuten backen. 



Ha en bra dag!

Liebst,
MissFredaSofie♡

05 Mai 2014

Potz Blitz! Ein herrlich saftiger Orangen-Vanille-Kuchen mit Orangenguss und karamellisierten Kumquats {ichbacksmir}

Da steh‘ ich also in meiner Küche und denke nach. Eigentlich sollte ich ja noch für mein Deutschabitur lernen. Hab ich doch schon gestern –zwei Sunden sogar. Außerdem wollte ich diesen Monat unbedingt bei der „IchBacksMir“-Aktion von „tastesheriff“ mitmachen – noch ein Grund mehr also, um sich mal wieder die Schürze umzubinden, den Mixer anzuschmeißen und in einer frühlingshaften maigrünen Schüssel einen herrlich duftenden Teig anzurühren. Ach ja und um das Ganze dann noch zu toppen, kam mir der Gedanke über diesen leckeren Kuchen einen Blogpost zu verfassen: Aufgabenstellung „Deutschabiturtraining“ auch abgehakt. Yeees. Aber was mach‘ ich denn bloß zum Thema „Zitrusfrüchte“? Zitronen? Ne, irgendwie nicht – das gab’s hier in letzter Zeit schön öfter und hätte jetzt nicht soviel mit „Da hab ich mir jetzt aber mal was Besonderes ausgedacht!“ zu tun gehabt. Was nun? Grapefruit? Ja das klingt doch super! Also ab zu Deutschlands Obst- und Gemüseabteilung Nummer eins gefahren und was ist: Keine Grapefruits! Nicht eine Einzige. Na, ganz große Klasse, das hatte meinen Plan und meine euphorische Laune erstmal für zwei Minuten rouiniert. Wenn der Plan im Kopf steht, dann werden schon mal die passenden „Food-Props“ gesammelt, ein Farbschema zusammengestellt…alles für die Katz! Gerettet haben mich dann also diese kleinen Früchtchen, welche zufälligerweise auch noch köstlichst zu Orange schmecken. Check, ab in den Einkaufskorb damit. So präsentiere ich heute also – nach ein paar Startschwierigkeiten, aber mit gutem Ausgang – einen wunderbar fluffigen Orangen-Vanille-Kuchen mit Orangenguss und karamellisierten Kumquats. Yeah!



Für eine 18cm Springform:

150 g Butter
100 g Zucker
1 Prise Salz
3 Eier
175 g Mehl
1 TL Backpulver
2 TL frische, geriebene Orangenschale
100 ml Orangensaft
das Mark von 1 Vanilleschote

4-5 Kumquats
2 EL Orangensaft
4 EL Zucker

1 EL Orangensaft
50g Puderzucker, gesiebt


Den Backofen auf 180 Grad Unter-/Oberhitze vorheizen und eine Springform mit 18cm Durchmesser fetten und mit Gries ausstäuben. Die Butter mit dem Zucker und einer Prise Salz schaumig schlagen.
Anschließend die Eier nach und nach zugeben und die Mischung weiter cremig rühren. Das Mehl mit dem Backpulver mischen und in zwei Schüben untermengen. Zum Schluss den Abrieb der Orange, den Orangensaft, sowie das Mark der  Vanilleschote zugeben und alles gut durchrühren. Im vorgeheizten Backofen etwa für 45 Minuten backen. Nach der Backzeit den Kuchen aus dem Ofen nehmen und vollständig auskühlen lassen.
In der Zwischenzeit die Kumquats karamellisieren: Die Kumquats heiß abwaschen und in feine Scheiben schneiden. 2 Esslöffel Orangensaft mit 4 Esslöffel Zucker in einem Topf erhitzen, bis der Zucker karamellisiert ist. Die Kumquatscheiben hinzugeben und etwa 2 Minuten im Karamell schwenken, danach auf ein mit Butter bestrichenes Brettchen geben und auskühlen lassen. Für den Guss 1 Esslöffel Orangensaft mit dem Puderzucker verrühren und über den erkalteten Kuchen geben. Mit den karamellisierten Kumquatscheiben garnieren.



  
Liebe Grüße,
MissFredaSofie♡





30 März 2014

Haddu Möhrchen? Nein. Hab was Besseres: Möhrchenkuchen!

Es ist mal wieder soweit. Ich stehe mit mehlbepuderter Nase und Glücksgefühlen in der Küche. Warum? Wegen ihm. Dem saftigsten, leckersten Möhren-Orangen-Kuchen, auf den sogar der Osterhase selbst neidisch werden würde. Durch die Küche zieht ein zarter Duft von frisch ausgepressten Orangen, in der Kopfnote ein wenig Zitrone und ein Hauch von weißer Schokolade in der Creme. Nachdem ich diesmal zu dem Entschluss gekommen bin, dass weniger manchmal wirklich mehr ist, habe ich beschlossen auf übermäßige „Food-Props“ (man könnte auch sagen: Allerlei Accessoires, die Blogger sinnlos und in großen Mengen für ihre Food-Shoots ansammeln, aber das würde die Sache an sich entzaubern und gehört also so nicht hier her) zu verzichten. Denn dieser Kuchen ist dermaßen deliziös und fein im Aussehen, dass er mehr gar nicht braucht. 



Für einen 24 cm Ø Gugelhupf:

6 Eier 
380 g Möhren
250 g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
200 g Butter
330 g Mehl
1 Prise Salz
1 Päckchen Backpulver
100 g gemahlene Mandeln
1 Bio-Orange
1 Fläschchen Zitronenaroma 


200 g Frischkäse
30 g weiße Schokolade
50 g Puderzucker

Den Backofen auf 160° Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine Gugelhupfform fetten und mit Gries ausstreuen. Die Orange heiß waschen und abtrocknen und dann die Schale fein abreiben. Anschließend den Saft auspressen. Die Möhren putzen, schälen und fein raspeln.



Die Eier mit dem Zucker und dem Vanillezucker schaumig rühren. Die Butter mit der Orangenschale unterrühren. Das Mehl mit den Mandeln, dem Backpulver, Salz, den Möhren und dem Orangensaft unter die Eimasse rühren. Die Kuchen im vorgeheizten Backofen etwa 50-60 Minuten goldbraun backen. Danach den Kuchen etwa 20 Minuten in der Form stehen lassen, anschließend herauslösen und ganz abkühlen lassen.
Für das Cream Cheese Frosting den Frischkäse in eine Schüssel geben und den Puderzucker darüber sieben. Die Schokolade fein hacken und in einem Wasserbad zum Schmelzen bringen. Danach langsam zu der Frischkäsecreme geben und alles gut vermischen. Auf dem ausgekühlten Kuchen verteilen und bis zum Verzehr im Kühlschrank lagern.



Liebe Grüße,
MissFredaSofie♡