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15 Dezember 2014

Ein kleines Geständnis und Lebkuchentrüffel mit akutem Suchtpotential

Ich würde mal schätzen, dass sich 94% von euch die Situation wie folgt vorstellen: Ich stehe mit akkurat hochgesteckten Haaren, einer hübschen Bluse, weihnachtlich gemustertem Rock, einer Rüschenschürze und eleganten Pumps in der Küche, während ich galant in verschiedensten Rührschüsseln für Macarons, Baisers und Biskuit rühre. Dazu läuft leise das Radio im Hintergrund, ich summe „All I Want for Christmas ist You“, „Driving Home for Christmas“ und „Santa Claus is Coming to Town“ in einer perfekten Tonlage mit. (Okay, das mit der perfekten Tonlage ist wirklich nicht gelogen, allerdings muss ich bei dem Rest beide Finger hinter dem Rücken kreuzen.) 


Abends sitze ich dann brav vor meinem Laptop und tippe mit einem Stückchen frisch gebackenem Kuchen das nächste Rezept ab. Die entzauberte Wahrheit sieht eher wie folgt aus: Ich stehe mit Joggingpants oder Leggins, oversized Strickpulli (ja, ich versuche diese Sachen mit Absicht modisch klingen zu lassen) und Kuschelsocken statt Pumps in der Küche und rühre wild durch alle Schüsseln. Die Haare sind mal wieder zu einem undefinierbaren Knoten aufgetürmt, das Radio haut auf hoher Lautstärke die neuste Playlist vom iPod raus und ich stehe mit mehlbepuderter Nase zwischen dem ganzen Chaos. Und zu den nahrhaften Abenden am PC: Entweder verbringe ich meine Nachdenkzeit damit, die Marshmallows aus der Lucky Charms Tüte zu suchen oder ich knabbere ich grade eine Möhre, weil mir von dem ganzem Süßkramgefuttere schon ganz schlecht ist.


Tja ihr Lieben. Und das Rezept von heute ist auch schon wieder eine Woche alt, während ich auf dem Weg nach Stuttgart im Zug sitze und den gerade zu lesenden Text abtippe. Naja. Wenigstens bin ich heute meinem Tagesmotto ehrlich und direkt nachgekommen. Und jetzt vergessen wir bitte oben Genanntes und stellen uns Situation I der zauberhaften Küchenfee vor.


Für ca. 25 Trüffel:

100 g Vollmilchschokolade
50 g Zartbitterschokolade (am besten 75%)
70 g Schlagsahne
2 gestr. TL Lebkuchengewürz
100 g gemahlene Haselnüsse

3 EL ungesüßtes Kakaopulver (z.B. Sarotti)

Die Schokolade mit einem schweren Messer fein hacken. Sahne in einen kleinen Topf geben und die gehackte Schokolade dazu geben. Unter Rühren beides zusammen erhitzen, bis die Schokolade vollständig in der Sahne geschmolzen ist, dann das Lebkuchengewürz untermischen. Den Topf vom Herd nehmen und mit einem Schneebesen die Haselnüsse unterheben. Die Masse an einem kalten Ort für 30 Minuten abkühlen lassen.
Die Hände kalt abspülen (so lassen sich die Trüffel leichter zu Kugel formen) und mit Hilfe eines Teelöffels kleine Portionen abstechen. Trüffelkugeln formen und in Kakaopulver wälzen. Kühl lagern. 



Ich wünsche euch eine zauberhafte Woche!

Liebst,
MissFredaSofie♡

24 November 2014

Wie ein Spaziergang auf dem Weihnachtsmarkt: Candy Cane Chocolate Cookies

Kennt ihr das? Ihr schlendert über das Winterwunderland Weihnachtsmarkt in abendlicher Dämmerung, trinkt eine Tasse Punsch oder Glühwein nach der anderen und futtert euch durch die rustikalen Essensstände. Und wenn dann ganz zum Schluss noch Dessert angesagt ist, gibt es Crêpes, gebrannte Mandeln, Gewürzkuchen und – für mich ein Muss – Candy Canes. Zu Deutsch: Kleine, feine Knusperstäbe bestehend aus purem Zucker mit schönen rot-grünen Schlieren und Pfefferminzgeschmack. Mhh. Da ich mich zwischen dem schokoladigen Gewürzkuchen und den zuckrigen Stäben immer nicht entscheiden kann, habe ich heut‘ beides in einem Weihnachtskeks vereint, den ihr euch easy peasy nachbacken könnt. 



Für den Teig*:

175 g Zartbitterschokolade, grob gehackt
25 g gesalzene Butter
30 g Mehl
¼ TL Backpulver
1 Ei
75 g weißer Zucker
½ TL Vanilleextrakt

Für die Dekoration:

100 g Zartbitterschokolade, über dem Wasserbad geschmolzen
gehackte Zuckerstäbe mit Pfefferminzgeschmack
100 g Schokolade zusammen mit der Butter über dem Wasserbad schmelzen, auf Raumtemperatur abkühlen lassen. In einer Schüssel Mehl, Salz und Backpulver mischen, beiseite stellen. Das Ei mit Zucker und Vanilleextrakt 3 Minuten schaumig schlagen, bis es etwas eindickt. Zu der Eimasse die Schokoladen-Buttermasse und 75 g gehackte Schokolade geben, kurz unterrühren. Die Mehlmischung in zwei Schüben dazu geben und alles zu einer cremigen Masse verrühren. Für 15 Minuten bei Raumtemperatur ruhen lassen. Den Backofen auf 175°C Umluft vorheizen. Mit einem Esslöffel runde Kugeln aus dem Teig abnehmen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech setzen, dabei etwas Platz lassen. Für etwa 10 Minuten im heißen Ofen backen, auskühlen lassen. Die Cookies in die geschmolzene Schokolade dippen und mit Zuckerbröseln bestreuen. Auf einem Kuchengitter aushärten lassen.





Und da ich der festen Überzeugung bin, dass diese zauberhaften Cookies auf keiner winterlichen Tea-Party fehlen dürfen, schick ich sie ruck-zuck ans Knusperstübchen. 

Ich wünsch' euch einen tollen Tag.

Liebst,
MissFredaSofie♡



* Rezept abgeändert von call me cupcake

23 November 2014

Rezept für "Heiße Weiße" & ganz schön feines Apple Pie Spice

Guten Morgen. Ich bin der lebende, atmende Beweise dafür, dass man einen ganzen Tag damit verbringen kann, im Bett zu liegen, sich grummelnd über seine Rückenschmerzen zu beklagen und nichts, rein gar nichts zu machen. Okay, ich muss zugeben, ganz genau genommen stimmt das jetzt auch wieder nicht. Ich habe außerdem noch zwei Folgen Game of Thrones geguckt, eine halbe Packung Cornflakes verputzt und zwei Tassen heiße, weiße Schokolade geschlürft. So richtig cremig mit Milch und frisch geraspelter weißer Schokolade. Achja, ich möchte jetzt ja keine Loblieder über mich singen, aber trotz anfänglicher Demotivation habe ich es dann noch geschafft die zweite Tasse Schokolade erst genüsslich zu trinken, nachdem ich sie vor der Linse hatte. Zusammen mit dem köstlichsten kleinen Glücklichmacher, den du in der Vor-Adventszeit finden kannst. Here it comes: Apple Pie Spice. Schmeckt vom Ding her so, als wenn du gerade einen kompletten Apfelkuchen in dich hinein schaufeln würdest, wobei ich hier anmerken muss, dass ein Teelöffel weitaus weniger Kalorien hat, als ein ganzer Kuchen. Zucker muss ja auch mal was Gutes an sich haben, näch?


Und ja, tut mir aufrichtig Leid, aber der Apple Pie Spice ist von letzter Woche. Soviel Motivation war dann heute doch nicht mehr drin. Wäre auch ein wenig zu viel des Guten gewesen, es ist ja immerhin Wochenende. Aber schon angerichtet is es ja, ge? So mit ein bisschen Kakaopulver und einem Stückchen weißer Schokolade…ich verkriech mich dann mal wieder in meine Kuschelecke und lass euch noch schnell die Rezepte da.


Zutaten für ca. 500 g:

8 Äpfel mittlerer Größe 
450 g weißer Zucker
1 ½ TL Zimt
½ TL Kardamom
¼ TL Muskat
½ TL Piment
¼ TL Ingwer
1 Prise Salz
Mark einer Vanilleschote

Den Backofen auf ca. 50 Grad Umluft vorheizen. Äpfel schälen und die Schale auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech verteilen. Im vorgeheizten Backofen für etwa 90 Minuten trocknen, bis die Apfelschalen knusprig sind.
Aus dem Backofen nehmen und abkühlen lassen. Anschließend eine kleine Handvoll der getrockneten Apfelschalen in den Mörser geben und fein mahlen. Anschließend mit dem Zucker, einem TL Zimt, und den Gewürzen vermischen, in ein Glas geben und an einem kühlen, trockenen Ort lagern.
Und worüber streust du dir deine kleine Prise Glück? Wie wäre es mit Milchreis, Waffeln, Pfannkuchen, Kuchen oder Kekse, Punsch, Cappuccino, Kaiserschmarrn, Joghurt, Müsli,…


Heiße Weiße (für 2 große Tassen):

200 g weiße Schokolade
550 ml Milch
125 g Schlagsahne
1 EL Apple Pie Spice
zum Bestäuben:

Kakaopulver
Lebkuchengewürz
Schokoladenraspeln


Die Schlagsahne in einen Rührbecher geben und steif schlagen, beiseite stellen. Die Schokolade grob hacken. Milch in einem Topf kurz aufkochen, vom Herd nehmen und die Schokolade mit einem Schneebesen einrühren, bis sie sich aufgelöst hat. Den Apple Pie Spice einrühren und in Gläser füllen. Mit Sahne, Schokolade und Gewürzen dekorieren. 



Einen gemütlichen Sonntag euch,
MissFredaSofie♡

18 November 2014

Von Übermotivation & Schokoladen Moustaches

Heute war ich so richtig motiviert. Fast schon unheimlich. Für die lieben Verwandten gibt’s nämlich als nachträgliches Hochzeitsgeschenk (nein, ich hab nicht die Hochzeit vergessen, es gibt süße Erinnerungen für später) ein kleines kulinarisches Adventspaket. Sozial ausgedrückt. Ich könnte jetzt auch die Wahrheit schreiben, dass ich ein Päckchen voll mit Schokolade, Keksen, Kakaofix, Vanille Salz, Bars und ganz viel Karamell verschicke. Aber ich glaub dann würde sich hier jeder angesichts der 458961324 Kalorien aus dem Staub machen. Also wird’s ein kulinarisches Adventspaket. Klingt auch irgendwie besser und nicht so, als ob man davon direkt 5 kg mehr auf die Waage bringt. Ihr versteht was ich meine, ja? Freda stellt sich also um 8.00 Uhr, nein lieber schon um 7.30 Uhr (sonst komm ich noch zu spät), den Wecker. Dann kann ich ja so um 8.00 Uhr losfahren, bin ich um 8.30 Uhr beim Einkaufen, kann um 9.30 Uhr backen.


Abends muss ja noch gearbeitet werden. Ja super. Während ich mit Zahnpasta-weiß-verschmiertem Mund vorm Spiegel stehe, halte ich inne. Ähhh, Moment. Die Geschäfte machen erst um 9.30 Uhr auf. Och nö. Was macht Madame also? Gefühlte zwei Minuten wie Rumpelstilzchen mit den Füßen auf den Badezimmerboden eintrampeln, anziehen, mürrisch runtergehen. Diese faulen Leute, die immer so spät die Geschäfte aufmachen, wenn ich noch kandierten Ingwer, Butterbrotpapier und Schokolade brauche. Ungerecht ist die Welt. Blieb mir also nichts anderes übrig, als die gestern gebackenen Schokoladen Moustaches zu fotografieren.


Und nachdem ihr jetzt in Kenntnis davon gesetzt seid, dass ich grundsätzlich mit schaumverschmiertem Mund morgens im Bad stehe, übermäßig viel plane, eine kleine Perfektionistin bin und mich über Menschen beklage, deren Arbeitszeiten ich auch ungern übernehmen würde, gibt’s jetzt wenigstens noch das Rezept für ein wenig weihnachtliches Hüftgold. Ähh, gesunde Schokoladen Kekse in Schnurrbartform.



Für etwa 20 Schnurrbärte*:

100 g Zartbitterschokolade
250 g Mehl & etwas zum Ausrollen
3 EL Backkakao
80 g Puderzucker
125 g kalte Butter
1 Ei


*abgwandelt aus der Lecker Bakery

Die Schokolade grob hacken und sie im Wasserbad zum Schmelzen bringen. Das Mehl mit dem Kakao und Puderzucker in einer Schüssel mischen. Die Butter in grobe Stücke schneiden und mit dem Ei unter den Teig kneten. Zum Schluss zwei Esslöffel der geschmolzenen Schokolade unter den Mürbeteig kneten. Den Teig für 30 Minuten abgedeckt in den Kühlschrank stellen.
Den Backofen auf 175°C Umluft vorheizen und zwei Backbleche mit Backpapier auslegen. Die Arbeitsfläche dünn mit Mehl bestäuben und den Teig ca. 5 mm dick darauf ausrollen. Entweder mit Bart-Ausstechern von hier oder mit einer selbstgemachten Schablone von hier Bärte ausstechen/ausschneiden. Die Kekse auf die Bleche legen und im vorgeheizten Ofen für etwa 10 Minuten knusprig backen, auskühlen lassen.
Die restliche Schokolade erneut schmelzen, in einen Spritzbeutel füllen und die Bärte damit besprenkeln.




Einen entspannten Abend euch,
MissFredaSofie♡

02 November 2014

Wenn dir das Leben Saures gibt: Gönn dir was Süßes. Zum Beispiel diesen Traum aus Schokolade, Sahne und Cinnamon Spice

“100 days of happiness“. Ist jetzt seit einiger Zeit ein Hashtag auf Instagram und anscheinend der neuste, heiße Shit, bei dem jeder mitmachen muss. Das Streben nach Glück scheint mal wieder ganz groß in Mode gekommen zu sein und muss nach außen publiziert werden. Here comes the truth: Nur glücklich sein geht nicht. Wie oft rennen wir unserem vermeintlichen Glück hinterher? Und merken dann am Ende, dass das, was wir für das große Glück gehalten haben, eigentlich ein ziemlicher Reinfall war. Und wie oft machen wir andere dafür verantwortlich, dass wir unglücklich sind? Den Chef. Die um-halb-zwei-morgens-grölenden Nachbarn. Das Schicksal. Das Wetter. Die Kalorien im Schokoladenkuchen. Den blöden Kerl, der den letzten Parkplatz weggeschnappt hat. Aber betrachten wir das Ganze mal objektiv: Glück bekommt man nicht geschenkt. 


Glück ist auch eine Frage der eigenen Einstellung. Wenn ich mir selbst nie die Chance gebe, glücklich zu sein, dann werd ich´s auch niemals werden. Und wer immer nur dem ganz, ganz großem Glück hinterher jagt, immer darauf wartet, dass er genau jetzt die 15 Millionen im Lotto gewinnt, der übersieht womöglich, dass an vielen Stellen im Leben das Glück auf einen wartet. Denn wenn man gar nicht gezielt darauf achtet, dann liegt das Glück manchmal doch direkt vor einem und ist zum Greifen nah. 


Sei es das kleine Glück, das kleine Lächeln, dass du jemandem schenkst oder das dir geschenkt wird. Die warme Tasse Tee oder den frisch gepressten Orangensaft, der dir morgens ans Bett gebracht wird. Die Rückenmassage nach einem anstrengenden Arbeitstag. Das lang ersehnte Feierabendbier. Entspannte Abende mit Freunden und ganz viel Lachen. Durch den Herbstregen rennen und durch Pfützen springen. Oder einfach nur eine Umarmung. Heute kommt auch hier ein kleines Stück vom ganz großen Glück daher. Und zwar in Form dieser wunderbar cremigen, sahnigen, heißen Schokolade mit einem Hauch Zimt.



Hier also das Rezpt für dein ganz persönliches Glück (2 große Tassen):

600 ml fettarme Milch
100 g Zartbitterschokolade
½ TL gemahlenen Zimt 
100 ml Schlagsahne

Cacao Nibs, 
geraspelte Schokolade, 
Kakaopuler zum Bestäuben

Die Milch in einem Topf unter gelegentlichem Rühren erhitzen (nicht kochen lassen). Die Schokolade grob hacken und in der Milch unter Rühren mit einem Schneebesen auflösen. Wenn sich die Schokolade aufgelöst hat, den Zimt hinzugeben und alles auf kleiner Stufe ziehen lassen. Die Sahne steif schlagen (wenn du magst, kannst du sie in einen Spritzbeutel geben). Den Kakao heiß ausgespülte Tassen oder Gläser geben, mit Sahne (und was dir sonst noch lieb ist) verzieren.




Ich wünsch euch einen wunderschönen Sonntagabend!

Liebst,
MissFredaSofie♡

24 August 2014

Hello beautiful: Pflaumen-Schokoladen-Tarte mit karamellisierten Pecanüssen

Ja, Guten Morgen, seid ihr auch schon aus dem Bett gefallen? Wie jetzt? Tatsächlich? Na, immerhin seid ihr nicht immer noch wach, weil ihr euch die Nacht um die Ohren geschlagen habt. Ach, das kommt euch doch bekannt vor? Da seht ihr mal. Als Hilfe, habe ich heute eine kleine, herbstliche Alternative für alle die bereit, die sich des Öfteren im Bett rumwälzen, stundenlang auf den Wecker starren und versuchen aus den Zahlen neue Uhrzeiten zu basteln, um schneller einzuschlafen. Und das alles nur, um dann morgens mit Augenringen aufzustehen, die denen eines Pandas mächtig Konkurrenz machen. Nun aber zur heutigen Abhilfe, die so lecker ist, dass man sie mal eben nachts schnell zubereiten kann. Nimmt übrigens auch den nächtlichen Süß-Jieper auf Schokolade, Zucker und generell das Gefühl, den Kühlschrank leerfuttern zu wollen.


Für eine runde Tarte (26cm Durchmesser): 

1 Rolle frischen Blätterteig aus dem Kühlregal
200 g Sahne
200 g Zartbitterschokolade & 2 EL Nuss-Nougat Creme (oder 250 g Zartbitterschokolade)
2 EL Stärke
2 EL brauner Zucker
500 g Pflaumen

60 g Pecanüsse
110 g brauner Zucker
10 g Butter
4 EL Wasser 


Den Backofen auf 150°C Umluft vorheizen. Den Blätterteig auspacken und mit einem scharfen Messer auf die Größe der Tarteform zuscheiden, dabei darauf achten, einen etwa 2cm hohen Rand hochzuziehen. Den Boden mit einer Gabel mehrfach einstechen.



Die Sahne in einen kleinen Topf geben, die Schokolade zerbrechen, mit der Nuss-Nougat Creme hinzugeben und alles zusammen langsam, unter Rühren mit einem Schneebesen, erhitzen. In der Zwischenzeit die Pflaumen waschen, halbieren und entkernen. Wenn die Schokolade vollständig geschmolzen ist, mit schnellen Bewegungen die Stärke unterrühren, die Masse anschließend kurz abkühlen lassen und auf dem Blätterteig verteilen. Die halbierten Pflaumen auf die Schokoladencreme verteilen und mit 2 EL Zucker bestreuen. Im vorgeheizten Ofen für etwa 45-50 Minuten backen. Etwa 10 Minuten bevor die Tarte fertig ist, werden die Nüsse karamellisiert. Dafür den Zucker zusammen mit der Butter in einen Topf geben. Die Nüsse grob zerhacken. Die Butter-Zucker Mischung auf kleiner Stufe zum Schmelzen bringen, die Nüsse hinzu geben. Wenn die Masse heiß ist, mit Wasser ablöschen und einkochen lassen (bernsteinfarbenes Karamell). Die Tarte aus dem Backofen nehmen und die Karamellnüsse darauf verteilen. Abkühlen lassen oder lauwarm verspeisen.



Ich verbleibe mit schokoladen verschmierten Gesicht und herbstlich-zuckersüßen Grüßen,
MissFredaSofie♡

20 August 2014

Noch ein Sommerkuchen oder Schokoladenbisquit mit dekadenter Schokoladencreme und Schokoladenguss mit frischen Früchten. Schokoladenhimmel pur!

Egal, auf welchem Blog ich mich umschaue – überall wird es spätsommerlich herbstlich. Da werden Quiches mit karamellisierter Birne gebacken, Pflaumen geerntet und sogar die ersten herbstlichen Suppen gekocht. Und ich? Ich habe vor gefühlten drei Stunden erst den Status der Bikini-Figur erreicht, meine Sonnenbrille rausgeholt und kratze mir angesichts der Tatsache, dass bald schon wieder Herbst ist, relativ verdutzt die Birne. Irgendwie fühle ich mich also wahnsinnig schlecht auf den Jahreszeiten Umschwung vorbereitet. Als so ziemlich letztes Andenken an den Sommer gibt es also heute nochmal eine Torte. Bisschen Nachsicht meine lieben Zuckerschuten, sind auch ein bisschen Kalorien mit im Spiel. (Na wenigstens hab ich es geschafft, mich farblich schon etwas auf’s Herbstkonzept vorzubereiten: Ein Glück ist die Schokolade braun!) Bevor ich weiter rumjammere, dass ich noch keine Ahnung habe, wie ich das Herbstthema hier direkt umsetzen soll, lasse ich euch noch schnell das Rezept für diese leckere Schokoladenbisquittorte mit Schokoladencreme und frischen Sommerfrüchten da, zack.


Schokoladen-Biskuit (für eine 18 cm Springform):

4 Eier
200 g Butter
200 g Zucker
160 g Mehl
40 g Backkakao
1 Tütchen Backpulver
50 ml Milch


Frosting:

200 g Frischkäse
200 g Sahne, kalt
20 g Puderzucker
1 Tütchen Sahnesteif
125 g Zartbitterschokolade

Creme, Guss und Dekor:

200 g Sahne, kalt
20 g Puderzucker
125 g Zartbitterschokolade
250g Zartbitterschokolade
frische Früchte (z.B. Kirschen, Brombeeren, Johannisbeeren…)


Da ich habe eine Torte mit vier Bisquitschichten gebacken habe, habe ich das Bisquitrezept verdoppelt und zwei Springformen á 18 cm damit befüllt (Frosting und Dekor sind ebenfalls für eine vierschichtige Torte gedacht). Den Backofen auf 190° Umluft vorheizen. Die Böden zweier 18 cm Springformen mit Backpapier auskleiden, fetten und mit Mehl ausstäuben. Die Butter und den Zucker mit dem Handmixer schaumig rühren. Die Eier einzeln unterrühren, dann die Milch hinzugeben. Zum Schluss das Mehl, den Kakao und das Backpulver dazu sieben und ebenfalls unterrühren. Den Teig auf beide Formen verteilen und glatt streichen. Auf mittlerer Schiene für etwa 45 Minuten backen lassen. Mithilfe der Stäbchenprobe prüfen, ob das Biskuit fertig ist. Die Kuchen auf Gitter stürzen und das Backpapier abziehen, vollständig auskühlen lassen.


Die Schokolade über einem Wasserbad zum Schmelzen bringen und leicht abkühlen lassen. Die kalte Sahne zusammen mit dem Frischkäse, Sahnesteif und Puderzucker in eine Schüssel geben und glatt rühren. Die geschmolzene Schokolade hinzugeben und alles cremig aufschlagen. Einen Teil der Schokoladen Creme auf dem ersten Biskuitboden auftragen und verstreichen. Den zweiten Boden bestreichen, aufsetzen und leicht andrücken. Mit den restlichen Böden ebenso verfahren. Für die Creme die Schokolade schmelzen und auf Raumtemperatur abkühlen lassen. Die kalte Sahne steif schlagen und den Puderzucker langsam einsieben. Die Schokolade schnell unterziehen und die Torte mit der Creme einstreichen. Die Torte für eine halbe Stunde in den Kühlschrank stellen. In der Zwischenzeit für den Guss die restliche Schokolade schmelzen. Die Torte aus dem Kühlschrank nehmen und mittig mit der geschmolzenen Schokolade übergießen. Mit den frischen Früchten dekorieren und den Schokoladenguss erkalten lassen.


Ich wünsch' euch noch eine schöne Woche und tolle (Spät-) Sommertage!

Liebe Grüße,
MissFredaSofie♡

06 August 2014

Die kleinen Freuden des Lebens. Heute: Blueberry Cheesecake Brownie. Und weil ich mich nicht entscheiden kann: Raspberry Cheesecake Brownie!

Ich bewundere ja wirklich sämtliche Blogger, die es schaffen, alle zwei Tage pünktlich einen neuen Post abzuliefern. Wirklich, ihr seid Macher-Menschen. Aufstehen, ein biodynamisches Müsli, in der Mittagspause ein Green-Smoothie und nach der Arbeit entweder eine halbe Stunde Yoga oder 10 Kilometer Joggen. Der “Healthy-Lifestyle“ von heute halt. Ich eher so, naja. Denn wenn ihr ehrlich bin, bleibt manchmal einfach keine Zeit nach einem anstrengendem Tag mit vielem Bewerbungsgeschreibe noch zu kochen, geschweige denn zu backen, alles hübsch herzurichten und zu bloggen.


Aber, wenn alles gut geht und ich wie heute dann doch alles perfekt schaffe, wie ich’s mir vorgenommen habe, dann bekomme schon so leicht die Illusion, mein Leben im Griff zu haben. Geputzt, aufgeräumt, Wäsche gewaschen und noch schnell ein wenig umdekoriert. Ja, hallo. Wenn sich dann jetzt noch der leckere, schokoladige Duft von frisch gebackenen Brownies durch die Küche und das Haus ausbreitet, ist das Leben doch schwer in Ordnung.


Für ein Blech (24 x 24 cm oder eine 26 cm Springform):* 

Brownies:

125 g Butter
150 g Zartbitterschokolade
2 Eier
125 g brauner Zucker
1 Prise Salz
100 g Mehl
25 g Backkakao
1 TL Backpulver

Für den Cheesecake:

125 g frische Beeren eurer Wahl (ich habe halb Blaubeeren, halb Himbeeren genommen)
400 g Doppelrahmfrischkäse
250 g Schmand
50 g Zucker
2 Eier
1 EL Speisestärke

Die Beeren verlesen und waschen. Den Frischkäse zusammen mit dem Schmand, dem Zucker, den Eiern und der Stärke glatt rühren. Den Backofen auf 150°C Umluft vorheizen und das Blech einfetten.



Anschließend den Brownieteig zubereiten: Die Schokolade in Stücke brechen und zusammen mit der Butter im Wasserbad schmelzen lassen. Die Eier mit dem Zucker und der Prise Salz mit einem Mixer cremig verrühren. Die Schokoladenbutter vom Herd ziehen und in die Eiermasse einrühren. Danach Mehl, Backkakao und Backpulver mischen und zügig unter die Masse ziehen. Den Brownieteig in die Form geben und glatt streichen. Nun die Beeren unter die Frischkäsemasse heben und auf dem Brownieteig verteilen. (Ich habe die Masse geteilt und unter eine Hälfte Himbeeren, unter die andere Blaubeeren gemischt.) Im vorgeheizten Backofen für etwa 40 Minuten backen. Aus dem Ofen nehmen, auskühlen lassen und genießen!



Ich wünsche euch einen tollen Abend!

Liebe Grüße,
MissFredaSofie♡


*Rezept aus der aktuellen Sommerausgabe der LECKER Backery

24 Juli 2014

Über Nirwana-Tage, Alltagsstress und einen äußerst dekadenten Schokoladenkuchen mit Joghurt-Vanillecreme und Brombeeren!

Kennt ihr das? Es gibt da ja manchmal so Tage, die würde man am liebsten mit einem ordentlichen Tritt direkt ins Nirwana befördern, noch bevor sie so richtig angefangen haben. Die Lieblingsjeans kneift auf einmal (bildet man sich zumindest ein) und macht fette Hüften. Der Conditioner tut seine Wirkung irgendwie auch nicht mehr und dazu hat man jetzt auch noch diesen fiesen, roten Pickel auf der Stirn. Und außerdem hat man das Gefühl brüchige Knochen zu bekommen. Während man sich seinen Joghurtdrink in aller Hektik noch beherzt über das frische T-Shirt kippt, sinkt die Laune dann doch so allmählich auf den Nullpunkt. Wenn dann anschließend noch das Auto zugeparkt ist und der Vordermann durch die Stadt so ganz gemächlich mit 40 km/h fährt, obwohl man spät dran ist – dann verflucht man sich gleich zehnmal, dass man nicht einfach im Bett geblieben ist.


Abhilfe schaffen ist da gar nicht mal so leicht, zumal das Karma offenbar die 7 Milliarden anderen Menschen an diesem Tag vergessen hat. Nun ja, da all das Motzen und Meckern auf die Dauer auch nichts nützt, gibt’s nun handfeste Abhilfe in Form dieses absolut dekadenten Kuchens. Seht selbst.


Schokoladenbiskuit (18cm Springform): 

Rezept genau wie hier

außerdem:
15 g stark entölter Kakao, zum Mehl dazu sieben

Vanillecreme:

300 g griechischer Joghurt
1 TL Vanilleextrakt
½ TL geriebene Vanilleschoten
35 g Zucker
1 Päckchen Sahnesteif

200 g Zartbitterschokolade
frische Brombeeren


Den Biskuit nach dem Backen vollständig auskühlen lassen. Mit einem scharfen Messer in der Mitte halbieren. Für die Vanillecreme alle Zutaten cremig rühren, als letztes das Sahnesteif untermischen. Auf den Boden verteilen und den oberen Biskuit aufsetzen. Für etwa 20 Minuten in den Kühlschrank kalt stellen. Die Schokolade im Wasserbad schmelzen lassen. Den Kuchen aus dem Kühlschrank nehmen und die geschmolzene Schokolade mit Hilfe eines Löffels auf der Oberseite verteilen. Mit frischen Blaubeeren dekorieren.


Also an alle Miesepeter, Pechvögel und Schlechtgelaunte: Ich wünsch‘ euch was. Und mit diesem Kuchen wird der Tag auf jeden Fall ein bisschen besser. 

Liebe Grüße,
MissFredaSofie♡

20 Mai 2014

Wenn's ganz schnell ganz lecker sein darf: Klitzekleine Schokoladenkuchen mit Waldmeister-Limettensahne


Manchmal muss es gar nicht viel sein: Nur ein klitzekleiner Kuchen und „Zack“, die Welt ist wieder in Ordnung. Heute präsentiere ich euch einen kleinen Schokoladenkuchen, aus dem dank der erfrischenden Waldmeister-Limettensahne etwas ganz Besonderes wird. Diese kleinen Kuchen sind im Handumdrehen angerührt, gebacken und ausgekühlt, damit so schnell wie nur möglich genossen werden können! Mhhh…




Zutaten für etwa 15 kleine Kuchen:

250g Mehl
200g Zucker
3 EL Backkakao
1 EL Backpulver
1 Prise Salz
40g gehackte Vollmilch Schokolade
1 Ei
300ml Milch
120ml Pflanzenöl


200ml Sahne
1 EL Zucker
2 EL frischer, gehackter Waldmeister
1 EL Waldmeistersirup
abgeriebene Schale von einer Limette

Den Backofen auf 170°C Ober-/Unterhitze vorheizen. 15 kleine Silikonförmchen für Minikuchen oder Minibrote fetten, beiseite stellen. Die trocknen Zutaten in einer Schüssel vermengen. Das Ei mit Milch und Öl schaumig schlagen, dann die trocknen Zutaten in zwei schnellen Schüben unterrühren. Die gehackte Schokolade untermengen und anschließend den Teig in die vorgefetteten Förmchen geben. Für etwa 20 Minuten im vorgeheizten Ofen backen und danach komplett auskühlen lassen. 



Während des Auskühlens in der Zwischenzeit die Sahne  vorbereiten: Dazu die Schlagsahne sehr steif schlagen, den Zucker dazugeben und kurz weiter schlagen. Den gehackten Waldmeister, den Sirup und die Limettenschale unter Rühren dazugeben, bis alles gut vermischt ist. 
Wenn die Kuchen ausgekühlt sind, mit einem scharfen Messer in der Hälfte längs teilen, mit der Sahne befüllen und wieder zusammensetzen. Wer möchte kann sie noch mit Puderzucker bestäuben.


Ich wünsche euch einen ganz wunderbaren Dienstagabend!

Liebe Grüße,
MissFredaSofie♡

16 Mai 2014

Ein ganz opulenter Sommer-Schokoladenkuchen mit frischen Himbeeren, Erdbeeren, Waldmeister und weißer Schokolade ...Hach.

Manchmal sind es die kleinen Dinge im Leben, die es gerade so schön machen – oder so ähnlich. Irgendwie hatte ich die letzten Tage meinen persönlichen Leitsatz und Antrieb verloren. Gestern stand ich also ungelogen 20 Minuten in der Küche, starrte Rührschüsseln und Mixer an und dabei raus kam: Naja nichts. Irgenwie habe ich mich nicht aufraffen können irgendwas zu tun – wie die letzten 10 Tage auch. „Mh, muss wohl am Wetter liegen…“ – mein Unterbewusstsein tippt sich zwar bei diesem Satz lachend an die Stirn, aber was soll’s. Heute Morgen also in Erwartung ähnlicher Depression aufgestanden und was ist: Sonne scheint, Himmel ist blau, ich habe gute Laune und bin voller Ideen. Äh, ja. Haken wir das mal ab unter Wechseljahrsbeschwerden mit fast Anfang 20. Hat’s alles schon gegeben – bestimmt – irgendwo.



Sitze ich also mit meinem Muttertier am Frühstückstisch und blätter in den neusten Home, Cook & Living Magazinen: „Du sag‘ mal Mama, woher bekommt man eigentlich um diese Zeit frischen Waldmeister her?“ „Bei uns aus’m Garten.“ Was, wie jetzt? Da wächst sowas? Tatsache. Zwar noch nie bewusst wahrgenommen (genauso wenig wie den Bärlauch, den ich dieses Jahr freudestrahlend im Garten „gefunden“ habe), aber er war da. Also „Juhu“ & „Aha“-Erlebnis in einem gehabt und eine leckeren Sommerkuchen gebacken. Ja, so kann man die Faulheit nach den schriftlichen Prüfungen auch vertreiben. Und was soll ich sagen, funktioniert hat das Ganze auch noch. Holladiewaldfee.


Für eine 18 cm Durchmesser Springform: 

1 Ei
200 g Zucker
1 Prise Salz
250 g Mehl
1 Päckchen Backpulver
300 ml Milch
120 ml Sonnenblumenöl
50 g gehackte Vollmilchschokolade

150 g weiße Schokolade
Waldmeistersahne (Rezept hier)
frische Beeren und Waldmeister



Den Backofen auf 175°C Ober-/ Unterhitze vorheizen und eine Springform mit 18cm fetten, mit Backpapier auslegen. Das Ei mit dem Zucker und dem Salz schaumig schlagen. Mehl und Backpulver mischen. Abwechselnd das Öl und die Mehlmischung zum Teig hinzugeben und alles glatt rühren. Zum Schluss die Milch unterrühren. Die gehackte Schokolade kurz mit einem Löffel unterheben und den Teig in die Backform geben. Für etwa 50 Minuten backen und dann vollständig auskühlen lassen. Die weiße Schokolade hacken und im Wasserbad zum Schmelzen bringen – anschließend über den Kuchen geben. Wenn die Schokolade ausgehärtet ist, einen Klecks Waldmeistersahne auf den Kuchen geben und mit frischen Beeren, Waldmeister und Schokolade dekorieren. Mit Puderzucker bestäuben.



Liebe Grüße,
MissFredaSofie♡