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16 Juni 2015

Story Telling & ein saftiger Kirsch Schmand Kuchen

Erkenntnis des heutigen Tages: Beziehungen laufen nicht wie in vielen allen Hollywoodschnulzen. Man trifft sich nicht, zehn Jahre nach der Highschool, in irgendeinem Coffeeshop wieder und ist dann auf einmal Hals über Kopf in einander verliebt. Kauft sich dann eine Woche später, in rosaroter Verliebtheit versteht sich, ein Haus in 1A Lage, einen Hund oder eine Katze, heiratet und danach bekommt man zuckersüße Kinder. Ach ja - Harmonie bis ans Lebensende hätte ich fast vergessen. Nein. Definitiv nicht. Man trifft sich zwischen den Supermarktregalen. Sie bei den Tampons, er beim Toilettenpapier. Oder abends in der letzten offenen Bar. Sie heulend mit Tequila, er ziemlich angetrunken bei seinem fünften Bier. Mit Dreitagebart und Pickel auf der Stirn. Irgendwann landen beide dann knutschend im Bett und denken sich „Naja, wir könnten’s ja mal versuchen…“. Und dann streiten und lieben sie sich. Er wird irgendwann keine Lust mehr auf ihr Gezicke haben und für ein paar Tage mit seinen besten Kumpels und einigen Kästen Bier durchbrennen. Sie wird Mädelsabende mir ihren Freundinnen machen und bei mehreren Gläsern Wein schlecht über ihn reden. Aber auch sie werden zufrieden sein und Kinder bekommen, heiraten und sich vielleicht auch die obligatorische Katze kaufen. Und eines Tages, wird die kleine Tochter ihren Papa fragen: „Du sag mal, Papa, was ist eigentlich Glück?“ Und er? Er wird auf seine Frau zeigen und grinsend sagen: „Weißt du, Prinzessin, keine Fehler machen und komplett nach Plan leben, das kann jeder und versucht jeder nach außen zu zeigen. Aber jemanden zu haben, der einen trotz seiner Fehler liebt und auch da ist, wenn gefühlt jeden Tag ein Ende in Sicht ist, das ist Glück. Und dieses Glück ist deine Mama.“

Ganz schön zuckersüß und wirklich perfekt ist allerdings das Rezept, das ich heute mitgebracht habe...




Es gibt nämlich einen herrrlich saftigen Schmandkuchen mit leckeren Sauerkirschen. Und da ich euch auch nicht zu lange auf die Folter spannen will, gibt's auch direkt mal das Rezept!

Zutaten für eine 18cm Springform*:

100 g Butter
100 g Zucker
1 TL Vanilleextrakt
3 Eier
200 g Schmand
180 g Mehl
2 TL Backpulver
160 g Sauerkirschen


Den Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen Die Butter mit dem Zucker schaumig schlagen. Dann den Vanilleextrakt und anschließend die Eier zugeben. Wenn eine cremige Masse entstanden ist, 150 g Schmand unterrühren. Das Mehl mit dem Backpulver vermischen, zum Teig geben und glatt rühren. Die kleine Springform fetten und den Teig hineingeben. Die restlichen 50 g Schmand auf der Oberfläche verteilen und mit einer Gabel in den Teig hinein marmorieren. Zum Schluss die Sauerkirschen auf der Oberfläche verteilen und leicht unterheben. Den Kuchen im heißen Ofen ca. 45 Minuten backen.

*Rezept abgewandelt von Raspberrysue




Habt es schön,
MissFredaSofie♡

22 Mai 2014

Rhabarber-Schmand-Strudel & ich hüpfe durch die Küche und freue mich kringelig!

In einem Monat ist endlich Sommeranfang. Lang ersehnt und heiß begehrt. Das unter anderem bedeutet: Es ist Rhabarber-Haupt-Saision! Rhabarber fand ich ja schon immer toll. Als Kind wurde das Abendessen in der Vorsommerzeit oft in rasanter Geschwindigkeit vom Brettchen gemümmelt, wenn ich wusste, dass es Rhabarbergrütze zum Nachtisch geben wird – ist bis heute geblieben. Meine innere Göttin könnte theoretisch den ganzen Sommernachmittag mit Kochtopf und Holzlöffel durch das Haus laufen und laut klatschend-schlagend brüllen: „Es ist Rhaaaaabaaarberzeit!“. Würde wahrscheinlich eine Beschwerde der Nachbarn zur Folge haben, deswegen lassen wir das mal lieber bleiben.


Stattdessen wird sich ganz brav, ganz wie alle anderen Erwachsenen, bei EDEKA in die Schlange eingereiht, um die wöchentliche Portion des köstlichen Stangengewächses abzuholen. Zugegeben, macht zwar nicht ganz so viel Spaß, wie das brüllende Rumgerenne mit dem Kochtopf, aber was soll man machen? Also wird trotz molliger 27°C draußen der Backofen vorgeheizt, um etwas Köstliches zu kreieren. (Dass der Blätterteig  allerdings nicht selbstgemacht, sondern eiskalt aus dem Kühlregal gemopst ist, lass' ich jetzt mal ganz bewusst aus - denn das würde die Situation entzaubern.) 
Entstanden ist heute: Ein total leckerer Rhabarber-Schmand-Strudel, den ich einfach mal so frei erfunden habe. Als das Ganze dann aber auch noch unwiderstehlich sommerlich-süß-sauer-fruchtig schmeckte, war der Nachmittag gerettet und der Tag perfekt. Erwähnte hier neulich nicht wer was von „den kleinen Dingen"? So, genug blabla, jetzt kommt das Rezept für euch - und zwar mit einem unschlagbaren Zeitaufwand von einer halben Stunde, yeeees.


Zutaten für einen Strudel:

1 Rolle frischen Blätterteig aus dem Kühlregal
5 Stangen Rhabarber
70 g Zucker
1 gehäufter Esslöffel Mehl
150 g Schmand

2 EL Wasser
2 EL Zucker

Den Backofen auf 170°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Blätterteig auf einem mit Backpapier ausgelegtem Backblech ausrollen. Den Rhabarber putzen, schälen und die Enden abscheiden. In etwa 2 cm lange Stücke schneiden und in eine Schüssel geben. Den Zucker, das Mehl und den Schmand dazugeben und alles gut miteinander vermischen. Die Füllung in die Mitte des Blätterteiges geben und diesen darum schlagen, leicht andrücken. Wasser und Zucker vermischen. Den Strudel im Ofen etwa 25 Minuten backen, dabei Die Wasser-Zucker-Mischung mit einem Backpinsel mehrfach über den Strudel geben.
Komplett auskühlen lassen - oder lauwarm genießen - je nach Gusto. Dazu passt auch wunderbar Vanilleeis, Vanilleschmand, Vanillesauce, frische Beeren, ... was auch immer euch noch so Tolles einfällt!


Ich wünsch euch einen ganz tollen Tag!

Liebe Grüße,
MissFredaSofie♡