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19 Dezember 2014

Ingwer Kipferl

Hachja, diese Abende. Jene Abende, an denen man träumend mit großen Kulleraugen vor dem Bildschirm sitzt, sich Bilder auf Pinterest reinzieht und dann leider Hunger bekommt. Zu allem Überfluss ist es dann auch erst 17:30 Uhr, statt den gefühlten 21:45 Uhr und man trollt sich dann doch noch mal in die Küche. Um sich dann um 17:45 Uhr Puderzucker-um-sich-schmeißend in einer weihnachtlichen Backwelt wiederzufinden. Schlimm ist das. Dabei hatte ich ja dieses Jahr schon Kipferl gebacken; die haben nämlich ganz liebe Menschen aus meiner Familie in ihr Adventsknusperpaket bekommen. 



Was mit dem Rest passiert ist? Sagen wir mal so, ich hätte es vielleicht vermeiden sollen, die Keksdose mit duftendem Inhalt direkt auf dem Wohnzimmertisch zu positionieren. Mit meinem von Ohr zu Ohr grinsenden Vater davor. Keksdose leer, Vater glücklich, aber keine Fotos. Taktisch unklug. Naja, um das Positive daran zu sehen, hatte ich gestern Abend wenigstens noch einen guten Grund etwas zu backen. Und euch lass ich schnell mit ein paar Wintergrüßen das Rezept da…




Für den Teig (40 Stück):

80 g kandierter Ingwer
275 g Mehl
200 g Butter
100 g gemahlene Mandeln (ohne Haut)
70 g Puderzucker

Zum Wälzen:
75 g Puderzucker

Den Ingwer in einer Küchenmaschine zu sehr feinen Stückchen zerhacken. Mit Mehl, Butter, gemahlenen Mandeln und Puderzucker in eine Schüssel geben. Erst mit den Knethaken des Rührgeräts und dann kurz mit den Händen zu einem glatten Teig verkneten. Aus dem Teig einen flachen Ziegel formen, mit Folie einwickeln und 30 Minuten kalt stellen. Den Backofen auf 150°C Umluft vorheizen und zwei Backbleche mit Backpapier auslegen. Den Teig vierteln und auf etwas Mehl zu 4 Rollen (24 cm) formen. Jeweils in 9 Stücke schneiden. Teigstücke zu 7 cm langen Röllchen formen, die sich am Ende leicht verjüngen. Zu Kipferln biegen und auf die Bleche legen. Für etwa 10 Minuten im Ofen goldbraun backen. Puderzucker in einen tiefen Teller sieben. Die Kipferl 10 Minuten abkühlen lassen und dann noch leicht warm im Puderzucker wenden. Auskühlen lassen. 



Habt einen schönen Tag,
MissFredaSofie♡

16 Dezember 2014

Cinnamon Overdose for Christmas: Snicker Doodle Cookies

Heute geht es mal um ein Anliegen aus der Kategorie „first world problems“. Eine Frage, die mich irgendwie schon etwas länger beschäftigt. Wie bekommen all die ranken Food-Stylisten immer die tollen Fotos von all dem leckeren Essen hin, ohne dabei den sozial anerkannten BMI zu übersteigen? Nach meiner neusten Erkenntnis müssten ja eigentlich alle Foodstylisten und Fotografen kugelrund sein. Zumindest geht es mir so: Wenn ich Törtchen, Pralinen und Co fotografiere, landet immer mehr als eigentlich geplant in meinem Mund. Diese bahnbrechende Erkenntnis schoss mir am Morgen durch den Kopf, als ich gerade dabei war, die Bilder für den heutigen Post zu fotografieren. Heute geht’s nämlich um DEN Weihnachtskeks schlechthin.

Grundgedanke für das Rezept des Kekses: Die Weihnachtszeit ist das Hauptargument dafür, in alle mögliche Sachen ohne Ende überdimensional viel  Zimt reinzuknallen. Hab ich gemacht bei dem Keks. Und gebräunte Butter. Und zwei Sorten Zucker. Problem dabei: Es schmeckt auch noch so lecker, dass du nach einem Keks nicht aufhören kannst. Und deine Mitbewohner dich auch dann nicht komisch anschauen, wenn du innerhalb von 10 Minuten mit dem vierten Keks in der Hand durch die Wohnung streunst. Denn dein schuldbewusster Mitbewohner wird in der Zeit schon heimlich in die Küche gestratzt sein, um sich die verbliebenen Kekse aus der Dose zu mopsen.



Für den Teig*:                                                                                                 

250 g weiche Butter
100 g weißer Zucker
100 g brauner Zucker
2 Eier
350 g Mehl
2 TL Weinsteinbackpulver
1 Prise Salz

Zum Wälzen:

3 EL weißer Zucker
3 TL Zimt

Den Backofen auf 175°C Umluft vorheizen. Die Hälfte der Butter in einem kleinen Topf zerlassen und leicht bräunen. Das dauert einige Minuten, dabei aber immer aufpassen, dass die Butter nicht verbrennt. Vom Herd nehmen und etwas auskühlen lassen. Die andere Hälfte der Butter zusammen mit beiden Zuckersorten in eine Schüssel geben und mit der Küchenmaschine oder dem Handrührer dickschaumig aufschlagen, bis sich der Zucker weitgehend aufgelöst hat. Dann die gebräunte Butter dazugeben und die Mischung einige Minuten weiterschlagen, bis eine glatte Creme entsteht. Die beiden Eier gründlich einzeln unterrühren. Mehl, Backpulver und Salz miteinander vermischen und esslöffelweise unter die Buttermischung rühren, bis ein glatter, fester Teig entsteht. Zucker und Zimt zum Wälzen gründlich miteinander in einer kleinen Schüssel vermischen. Aus dem Teig mit den Händen walnussgroße Portionen abnehmen und zu Kugeln formen. Die Teigkugeln rundherum in der Zucker-Zimt-Mischung wälzen und dann mit ausreichend Abstand zueinander auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech setzen. Die Teigkugeln mit Hilfe eines schweren Glases vorsichtig flachdrücken. Die Cookies auf der mittleren Schiene im vorgeheizten Ofen etwa 12 bis 15 Minuten backen.



Meine Küche duftet jetzt erst einmal ganz, ganz zauberhaft lecker nach Zimt und frischen Plätzchen...eure vielleicht ja auch?

Einen tollen Tag für euch.

Liebst,
MissFredaSofie♡

*Rezept von moey's kitchen

24 November 2014

Wie ein Spaziergang auf dem Weihnachtsmarkt: Candy Cane Chocolate Cookies

Kennt ihr das? Ihr schlendert über das Winterwunderland Weihnachtsmarkt in abendlicher Dämmerung, trinkt eine Tasse Punsch oder Glühwein nach der anderen und futtert euch durch die rustikalen Essensstände. Und wenn dann ganz zum Schluss noch Dessert angesagt ist, gibt es Crêpes, gebrannte Mandeln, Gewürzkuchen und – für mich ein Muss – Candy Canes. Zu Deutsch: Kleine, feine Knusperstäbe bestehend aus purem Zucker mit schönen rot-grünen Schlieren und Pfefferminzgeschmack. Mhh. Da ich mich zwischen dem schokoladigen Gewürzkuchen und den zuckrigen Stäben immer nicht entscheiden kann, habe ich heut‘ beides in einem Weihnachtskeks vereint, den ihr euch easy peasy nachbacken könnt. 



Für den Teig*:

175 g Zartbitterschokolade, grob gehackt
25 g gesalzene Butter
30 g Mehl
¼ TL Backpulver
1 Ei
75 g weißer Zucker
½ TL Vanilleextrakt

Für die Dekoration:

100 g Zartbitterschokolade, über dem Wasserbad geschmolzen
gehackte Zuckerstäbe mit Pfefferminzgeschmack
100 g Schokolade zusammen mit der Butter über dem Wasserbad schmelzen, auf Raumtemperatur abkühlen lassen. In einer Schüssel Mehl, Salz und Backpulver mischen, beiseite stellen. Das Ei mit Zucker und Vanilleextrakt 3 Minuten schaumig schlagen, bis es etwas eindickt. Zu der Eimasse die Schokoladen-Buttermasse und 75 g gehackte Schokolade geben, kurz unterrühren. Die Mehlmischung in zwei Schüben dazu geben und alles zu einer cremigen Masse verrühren. Für 15 Minuten bei Raumtemperatur ruhen lassen. Den Backofen auf 175°C Umluft vorheizen. Mit einem Esslöffel runde Kugeln aus dem Teig abnehmen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech setzen, dabei etwas Platz lassen. Für etwa 10 Minuten im heißen Ofen backen, auskühlen lassen. Die Cookies in die geschmolzene Schokolade dippen und mit Zuckerbröseln bestreuen. Auf einem Kuchengitter aushärten lassen.





Und da ich der festen Überzeugung bin, dass diese zauberhaften Cookies auf keiner winterlichen Tea-Party fehlen dürfen, schick ich sie ruck-zuck ans Knusperstübchen. 

Ich wünsch' euch einen tollen Tag.

Liebst,
MissFredaSofie♡



* Rezept abgeändert von call me cupcake

18 November 2014

Von Übermotivation & Schokoladen Moustaches

Heute war ich so richtig motiviert. Fast schon unheimlich. Für die lieben Verwandten gibt’s nämlich als nachträgliches Hochzeitsgeschenk (nein, ich hab nicht die Hochzeit vergessen, es gibt süße Erinnerungen für später) ein kleines kulinarisches Adventspaket. Sozial ausgedrückt. Ich könnte jetzt auch die Wahrheit schreiben, dass ich ein Päckchen voll mit Schokolade, Keksen, Kakaofix, Vanille Salz, Bars und ganz viel Karamell verschicke. Aber ich glaub dann würde sich hier jeder angesichts der 458961324 Kalorien aus dem Staub machen. Also wird’s ein kulinarisches Adventspaket. Klingt auch irgendwie besser und nicht so, als ob man davon direkt 5 kg mehr auf die Waage bringt. Ihr versteht was ich meine, ja? Freda stellt sich also um 8.00 Uhr, nein lieber schon um 7.30 Uhr (sonst komm ich noch zu spät), den Wecker. Dann kann ich ja so um 8.00 Uhr losfahren, bin ich um 8.30 Uhr beim Einkaufen, kann um 9.30 Uhr backen.


Abends muss ja noch gearbeitet werden. Ja super. Während ich mit Zahnpasta-weiß-verschmiertem Mund vorm Spiegel stehe, halte ich inne. Ähhh, Moment. Die Geschäfte machen erst um 9.30 Uhr auf. Och nö. Was macht Madame also? Gefühlte zwei Minuten wie Rumpelstilzchen mit den Füßen auf den Badezimmerboden eintrampeln, anziehen, mürrisch runtergehen. Diese faulen Leute, die immer so spät die Geschäfte aufmachen, wenn ich noch kandierten Ingwer, Butterbrotpapier und Schokolade brauche. Ungerecht ist die Welt. Blieb mir also nichts anderes übrig, als die gestern gebackenen Schokoladen Moustaches zu fotografieren.


Und nachdem ihr jetzt in Kenntnis davon gesetzt seid, dass ich grundsätzlich mit schaumverschmiertem Mund morgens im Bad stehe, übermäßig viel plane, eine kleine Perfektionistin bin und mich über Menschen beklage, deren Arbeitszeiten ich auch ungern übernehmen würde, gibt’s jetzt wenigstens noch das Rezept für ein wenig weihnachtliches Hüftgold. Ähh, gesunde Schokoladen Kekse in Schnurrbartform.



Für etwa 20 Schnurrbärte*:

100 g Zartbitterschokolade
250 g Mehl & etwas zum Ausrollen
3 EL Backkakao
80 g Puderzucker
125 g kalte Butter
1 Ei


*abgwandelt aus der Lecker Bakery

Die Schokolade grob hacken und sie im Wasserbad zum Schmelzen bringen. Das Mehl mit dem Kakao und Puderzucker in einer Schüssel mischen. Die Butter in grobe Stücke schneiden und mit dem Ei unter den Teig kneten. Zum Schluss zwei Esslöffel der geschmolzenen Schokolade unter den Mürbeteig kneten. Den Teig für 30 Minuten abgedeckt in den Kühlschrank stellen.
Den Backofen auf 175°C Umluft vorheizen und zwei Backbleche mit Backpapier auslegen. Die Arbeitsfläche dünn mit Mehl bestäuben und den Teig ca. 5 mm dick darauf ausrollen. Entweder mit Bart-Ausstechern von hier oder mit einer selbstgemachten Schablone von hier Bärte ausstechen/ausschneiden. Die Kekse auf die Bleche legen und im vorgeheizten Ofen für etwa 10 Minuten knusprig backen, auskühlen lassen.
Die restliche Schokolade erneut schmelzen, in einen Spritzbeutel füllen und die Bärte damit besprenkeln.




Einen entspannten Abend euch,
MissFredaSofie♡