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08 Juli 2014

Über Unwiderstehlichkeit, den Abschluss von der Schule und sagenhaft leckeren Ciabattabrötchen mit Erdbeer-Rhabarbermarmelade

„Heute Abend musst du unwiderstehlich aussehen!“. Oh nein. Das klingt nach Zeitaufwand, Erniedrigung und Schmerz. Wegen meines Abiturballs ergab sich für meine Mutter die perfekte Gelegenheit, an meiner doch sehr widerspenstigen blonden Mähne herumzuarbeiten. Eines muss man ihr lassen: Das kann sie wirklich ausgesprochen gut. Ich bin leider nicht so ein begabtes Accessoire-Mädchen. Ich liebe meine Kleidung und dazugehörige Schuhe, wenn die Tasche dazu passt, habe ich auch nichts dagegen einzuwenden. Aber Bling und passender Nagellack? Nicht wirklich. Also bleibt es im Großen und Ganzen beim Causal-Look, mit ein paar All-Stars, hier und da einem Elch oder einer Pusteblume und etwas Nude-Nagellack. Da simple Dinge sowieso eher meine Welt sind, mag ich es auch beim Frühstück eher dezent und nicht allzu ausgeprägt. Heute gibt es zu diesem Thema dann direkt gleich zwei Rezepte zum Ausprobieren, die ganz fix zubereitet sind und unglaublich lecker schmecken.


Den Anfang machen heute diese super fluffigen Ciabattabrötchen, die einem frisch gebacken ein kleines Lächeln auf’s Gesicht zaubern. Da kann auch der größte Morgenmuffel nicht mehr im Bett bleiben… 

Für etwa 6-8 Brötchen:

½ Würfel frische Hefe
150 ml warmes Wasser
1 TL Zucker
1 TL Salz
2 EL Olivenöl
300 g Mehl

Den Backofen auf 200° Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Hefe mit dem Salz, Zucker und Olivenöl in dem warmen Wasser auflösen. Das Mehl hinzugeben und das Ganze gründlich zu einem geschmeidigen Teig verkneten. An einem warmen Ort 45 Minuten ruhen lassen. Die Arbeitsfläche mit Mehl bestäuben, den Teig ohne Kneten zu kleinen Ciabattabrötchen formen und auf ein Backblech setzen. Mit einem Küchenhandtuch abgedeckt 20 Minuten aufgehen lassen. Zum Schluss die Ciabatta dünn mit Mehl bestäuben und im Backofen 20-25 Minuten backen.



Wer sich danach noch etwas mehr austoben und sich gern einen leckeren Fruchtaufstrich zaubern möchte, für den habe ich jetzt noch ein Rezept für eine fruchtig-leckere Erdbeer-Rhabarbermarmelade. 

Ihr braucht:

400 g Rhabarber
1260 g Erdbeeren
2 EL Zitronensaft, frisch gepresst
250 g Erdbeergelierzucker, 2:1
500 g Gelierzucker, 2:1
10 g Agar Agar
100 ml Wasser

Den Rhabarber und die Erdbeeren waschen und putzen. Den Rhabarber schälen, die Erdbeeren vom Grün befreien und beide Früchte in kleine Würfel schneiden. Mit den übrigen Zutaten in einen großen Topf geben und aufkochen lassen, sodass sich Schaum bildet. Gelegentlich umrühren. Wenn der Schaum zurückgeht, die Mischung mit einem Pürierstab fein pürieren und durch ein Sieb streichen. Danach sofort in sterile Schraubgläser füllen, diese gut verschließen und abkühlen lassen.



Ich wünsch' euch einen schönen Start in den tag und einen tollen Dienstag!

Liebe Grüße, 
MissFredaSofie♡

22 Mai 2014

Rhabarber-Schmand-Strudel & ich hüpfe durch die Küche und freue mich kringelig!

In einem Monat ist endlich Sommeranfang. Lang ersehnt und heiß begehrt. Das unter anderem bedeutet: Es ist Rhabarber-Haupt-Saision! Rhabarber fand ich ja schon immer toll. Als Kind wurde das Abendessen in der Vorsommerzeit oft in rasanter Geschwindigkeit vom Brettchen gemümmelt, wenn ich wusste, dass es Rhabarbergrütze zum Nachtisch geben wird – ist bis heute geblieben. Meine innere Göttin könnte theoretisch den ganzen Sommernachmittag mit Kochtopf und Holzlöffel durch das Haus laufen und laut klatschend-schlagend brüllen: „Es ist Rhaaaaabaaarberzeit!“. Würde wahrscheinlich eine Beschwerde der Nachbarn zur Folge haben, deswegen lassen wir das mal lieber bleiben.


Stattdessen wird sich ganz brav, ganz wie alle anderen Erwachsenen, bei EDEKA in die Schlange eingereiht, um die wöchentliche Portion des köstlichen Stangengewächses abzuholen. Zugegeben, macht zwar nicht ganz so viel Spaß, wie das brüllende Rumgerenne mit dem Kochtopf, aber was soll man machen? Also wird trotz molliger 27°C draußen der Backofen vorgeheizt, um etwas Köstliches zu kreieren. (Dass der Blätterteig  allerdings nicht selbstgemacht, sondern eiskalt aus dem Kühlregal gemopst ist, lass' ich jetzt mal ganz bewusst aus - denn das würde die Situation entzaubern.) 
Entstanden ist heute: Ein total leckerer Rhabarber-Schmand-Strudel, den ich einfach mal so frei erfunden habe. Als das Ganze dann aber auch noch unwiderstehlich sommerlich-süß-sauer-fruchtig schmeckte, war der Nachmittag gerettet und der Tag perfekt. Erwähnte hier neulich nicht wer was von „den kleinen Dingen"? So, genug blabla, jetzt kommt das Rezept für euch - und zwar mit einem unschlagbaren Zeitaufwand von einer halben Stunde, yeeees.


Zutaten für einen Strudel:

1 Rolle frischen Blätterteig aus dem Kühlregal
5 Stangen Rhabarber
70 g Zucker
1 gehäufter Esslöffel Mehl
150 g Schmand

2 EL Wasser
2 EL Zucker

Den Backofen auf 170°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Blätterteig auf einem mit Backpapier ausgelegtem Backblech ausrollen. Den Rhabarber putzen, schälen und die Enden abscheiden. In etwa 2 cm lange Stücke schneiden und in eine Schüssel geben. Den Zucker, das Mehl und den Schmand dazugeben und alles gut miteinander vermischen. Die Füllung in die Mitte des Blätterteiges geben und diesen darum schlagen, leicht andrücken. Wasser und Zucker vermischen. Den Strudel im Ofen etwa 25 Minuten backen, dabei Die Wasser-Zucker-Mischung mit einem Backpinsel mehrfach über den Strudel geben.
Komplett auskühlen lassen - oder lauwarm genießen - je nach Gusto. Dazu passt auch wunderbar Vanilleeis, Vanilleschmand, Vanillesauce, frische Beeren, ... was auch immer euch noch so Tolles einfällt!


Ich wünsch euch einen ganz tollen Tag!

Liebe Grüße,
MissFredaSofie♡

21 April 2014

Oh là là: Avocadokuchen mit Limettenguss und Pistazien oder frische Ostergrüße

Ist Madame jetzt völlig verrückt geworden? Grüner Kuchen zu Ostern ist ja eine Sache, dann muss man es mit dem Ostergras auf dem Brunchbuffet nicht so übertreiben. Aber seit wann färbt man denn bitte Kuchen mit Avocado? Dafür gibt’s doch Lebensmittelfarbe. Ähm ja. Kann man machen – wollte ich aber nicht. Denn durch die Avocado bekommt dieser Kuchen nicht nur einen ganz wunderbaren, nur sehr leichten hellgrünen Farbhauch, nein, er wird auch ganz herrlich locker und saftig. Der leicht nussige Geschmack der Mandeln, kombiniert mit einem Hauch Avocado-Geschmack und dem fruchtig-spritzigen Limettenguss, gekrönt mit Pistazien – ein Traum.


Seitdem meine Mutter etwas weniger fertiges Süßfutter aus dem Supermarkt mitbringt, ertappe ich meinen Genussgaumen von Vater in letzter Zeit öfter dabei, wie er durch die Küche um Backofen und Kühlschrank herumschleicht. Diesen Kuchen also gerade in den Backofen geschoben, öffnet sich die Küchentür einen Spalt und eine schnuppernde Nase wird herein gehalten: „Wann ist denn der Kuchen fertig?“ „In 40 Minuten. Aber den gibt’s erst morgen – zu Ostern.“ Grummeln des Vaters als Antwort. Am nächsten Nachmittag beim sehnlichst erwarteten Anschneiden: „Wieso ist der denn so grün?“ „Das ist ein Avocadokuchen.“ Der darauf folgende Blick schien durch die Bank weg zu fragen: „Bin ich jetzt zum Karnickel mutiert?!“ 
Naja, geendet hat die Ganze Aktion dann in einem wohligen Schmatzen und einem komplett leeren Kuchenteller meines Vaters, auf dem kein Krümel mehr übrig geblieben war.

Da ich also von diesem Rezept ziemlich überzeugt bin, lasse ich es euch noch einmal ganz schnell da. Ich hoffe, ihr hattet besinnliche, ruhige, schöne (oder nach eurem Gusto) Ostertage und wünsche euch einen schönen Rest-Ostermontag!

Zutaten für eine 26cm Kastenform*: 

225 g Butter
350 g Mehl
1 reife Avocado (ca. 250 g)
1 TL Zitronensaft
200 g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
1 Prise Salz
4 Eier
1 Päckchen Backpulver
50 g gemahlene Mandeln (ohne Haut)
50 ml Milch
30 g Pistazienkerne
250 g Puderzucker
4–5 EL Limettensaft
abgeriebene Schale von 1 Bio-Limette


Eine Kastenkuchenform gut fetten und mit Griess(oder Mehl) ausstäuben. Die Avocado längs halbieren und den Kern herauslösen. Das Fruchtfleisch aus der Schale lösen und mit dem Zitronensaft in einen hohen Rührbecher geben. Mit einem Stabmixer fein pürieren.
Den Backofen auf 150 °C Umluft vorheizen. Die Butter, den Zucker, Vanillezucker und das Salz mit cremig rühren. Anschließend die Eier nacheinander unterrühren. Dann das Mehl, das Backpulver und die Mandeln vermischen. Den Mehlmix, das Avocado-Püree und die Milch abwechselnd unterrühren.
Den Teig in die Kastenform füllen und glatt streichen. Im vorgeheizten Backofen für etwa 60 Minuten backen. Aus dem Ofen nehmen und auf einem Kuchengitter abkühlen lassen. Dann vorsichtig aus der Form stürzen und vollständig auskühlen lassen.
Die Pistazien grob hacken. Für den Guss den Puderzucker mit dem Limettensaft glatt rühren, und die Limettenschale dazugeben. Den Kuchen mit dem Guss überziehen, mit Pistazien bestreuen und trocknen lassen.


Dazu haben wir uns Limonade mit selbstgemachten Rhabarber-Sirup schmecken lassen. 

Dafür braucht ihr: 

1 L Wasser
1 kg Rhabarber
225 g Zucker
den Saft von einer halben Zitrone


Den Rhabarber putzen, waschen und in etwa 2 cm dicke Stücke schneiden. Den Zucker und das Wasser in einem Topf unter Rühren aufkochen. Anschließend den Rhabarber zufügen und 30 Minuten köcheln lassen.
Den Topfinhalt durch ein Sieb gießen und den Sud in einem zweiten Topf auffangen. Die
Rhabarberreste im Sieb mit einer Kelle gut ausdrücken. Den Sud offen auf etwa 750 ml einkochen (bei mir betrug die Dauer etwa eine halbe Stunde).
Den Zitronensaft nach 20 Minuten Kochzeit zum Rhabarbersud geben und mitkochen. Den Sirup kurz abkühlen lassen und dann sofort saubere Flaschen füllen und fest verschließen.
Haltbarkeit: 10-12 Monate


Liebe Grüße, 
MissFredaSofie♡

*Rezept abgewandelt aus der LECKER

11 April 2014

Eine ganz famose Rhabarber-Cheesecake-Tarte mit frischer Bourbon Vanille



Einfach mal in die Sonne legen, einen Erdbeersmoothie - aus frischen Erdbeeren direkt vom Markt – schlürfen und sich es einfach mal gut gehen lassen, bevor die Lernerei für meine Englisch Abitur Prüfung in die finale Runde geht. Aber dafür muss man natürlich auch die nötige Muse haben – und was passt da besser, als in den Lernmarathon ein winziges Päuschen einzulegen. Also stand mein Handy in den letzten Tagen durchgehend auf lautlos, mein Computer war kaum angeschaltet oder hatte auch ganz einfach Urlaub und meine Füße steckten mehr in meinen heißgeliebten Laufschuhen und rannten durch den Wald, als in Kuschelsocken im Bett vor sich hin zu liegen. Kurz gesagt: In den letzten Tagen war ich mal ganz bewusst mal weniger 2.0 und vollkommen 1.0. Im Nachhinein muss ich sagen: Hat sich gelohnt. Ach ja, und so ganz nebenbei ist dann da auch noch dieser ultra-mega-super-deliziöser-innerhalb-von-20 Minuten-aufgegessener Rhabarber-Cheesecake in meiner neuen Lieblings-Tarte-Form entstanden.


Den ersten frischen Rhabarber dieses Jahr, habe ich bei unserem Bio-Markt entdeckt. Sehr aromatisch und einfach nur lecker. Bevor ich euch jetzt aber noch mit weiteren Bildern hinhalte, gebe ich euch jetzt aber erst einmal das Rezept für diese schmackhafte Frühlings-Leckerei!


Aus den Teig Zutaten einen Teig kneten, zu einer Kugel formen, in Frischhaltefolie einwickeln und für mindestens eine halbe Stunde im Kühlschrank kalt stellen. Eine Tarteform mit 28cm Durchmesser fetten. In der Zwischenzeit den Rhabarber waschen, die Enden entfernen und schälen. Je nach Belieben in Stücke schneiden. Den Teig aus dem Kühlschrank nehmen und die Tarteform damit auslegen. Mit einer Gabel mehrmals in den Boden stechen. Den Backofen auf 170°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
Für die Füllung die weiße Schokolade im Wasserbad schmelzen und auf Zimmertemperatur abkühlen lassen. 1 1/2 Vanilleschoten auskratzen und das Mark mit der geschmolzenen Schokolade vermengen. Den Frischkäse mit dem Ei und dem Zucker schaumig aufschlagen. Die Schokoladen-Vanille Mischung dazu geben und weiter rühren. Ganz zum Schluss den Teelöffel Mehl untermischen. Die Cheesecakecreme auf dem Tarteboden verteilen und mit dem Rhabarber belegen.
Die Tarte im vorgeheizten Backofen etwa 35 Minuten backen. Nach Ablauf der Backzeit die Tarte aus dem Ofen nehmen und vollständig auskühlen lassen. 
Für den Guss 1 Päckchen roten Tortenguss mit 2 Esslöffel Zucker, 150 ml Apfelsaft und 100 ml Wasser aufkochen lassen und anschließend über der Tarte verteilen. Wenn der Guss erkaltet ist, ist die Cheesecake-Tarte sofort genussfertig! 


Liebe Grüße,
MissFredaSofie♡